Nachhaltige Sportswear im Großhandel:
7 Fragen, die du deinem Lieferanten stellen solltest
Greenwashing ist in der Textilindustrie weit verbreitet. Diese 7 Fragen helfen dir, echte Nachhaltigkeit von Marketing-Versprechen zu unterscheiden.
„Nachhaltig", „eco-friendly", „grün" – diese Begriffe sind in der Modeindustrie inflationär. Als Händler trägst du Verantwortung gegenüber deinen Kunden. Hier sind die 7 Fragen, die du jedem Sportswear-Lieferanten stellen solltest – bevor du eine Bestellung aufgibst.
Welche Zertifizierungen habt ihr – und kann ich die Zertifikate sehen?
OEKO-TEX® STANDARD 100, GOTS, bluesign®, Fair Trade – verlass dich nicht auf Logo-Aufkleber. Verlange die aktuellen Zertifikatsnummern und prüfe sie auf den Websites der Zertifizierungsstellen.
Wo wird produziert – und unter welchen Arbeitsbedingungen?
Ein seriöser Lieferant nennt Produktionsländer und -stätten. Frage nach SA8000- oder BSCI-Audits. Ohne Transparenz: Finger weg.
Wie hoch ist der Wasserverbrauch in der Produktion?
Ein T-Shirt aus konventioneller Baumwolle verbraucht 2.700 Liter Wasser. Frag deinen Lieferanten konkret nach Zahlen – und ob Wasser-Recycling-Systeme im Einsatz sind.
Wie wird mit Überproduktion umgegangen?
Verbrennt der Lieferant unverkaufte Ware? Gibt es Überproduktionsgarantien oder Produktionsplanung auf Bestellung? Das ist ein zentraler Nachhaltigkeitsfaktor.
Sind die Verpackungen nachhaltig?
Polyethylen-Einzelverpackungen sind Pflicht in der Konfektion – aber muss es Neu-Plastik sein? Gute Lieferanten nutzen recyceltes oder kompostierbares Verpackungsmaterial.
Gibt es ein Rücknahme- oder Recycling-Programm?
Echte Kreislaufwirtschaft endet nicht beim Verkauf. Lieferanten, die über End-of-Life-Konzepte nachdenken, denken wirklich langfristig.
Wie wird CO₂ kompensiert oder reduziert?
Versatz-Kompensation allein reicht nicht. Frag nach konkreten Reduktionszielen, Scope-3-Emissionen und Klimaberichten. Lieferanten ohne klare CO₂-Strategie haben keine Zukunft.
Als LYNX-Großhändler erhalten Sie auf Anfrage vollständige Transparenzdokumentation – Zertifikate, Produktionsstätten, CO₂-Bilanz und Verpackungskonzept. Weil Transparenz kein Marketingversprechen ist, sondern unser Standard.